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HSB 17121 SchmilinskyStiftung Kam11 Final
HSB 17121 SchmilinskyStiftung Kam11 Final HSB 17121 SchmilinskyStiftung Kam25 Final

Gartenbezogenes Wohnen für Senioren in Hamburg-Blankenese

Bauherr

Erna Baur-Stiftung, Heinrich Schmilinsky Stiftung

Wohnfläche

5.300 m²

Fertigstellung

2022

Bearbeitung

Jasmin Bonn / Paola Marchini

Visualisierungen

dreidesign GmbH

Frahmstraße

Die Heinrich Schmilinsky Stiftung und die Erna Baur-Stiftung bauen gemeinsam zwei unabhängige Servicewohnanlagen für Senioren. Mit der Bebauung, die die Nachverdichtungspotenziale auf dem Grundstück optimal ausgeschöpft,  wird auch ein Beitrag zur Erneuerung und Aufwertung des Kernbereichs von Blankenese geliefert.  

Zwei Bestandsbäume markieren die Mittelpunkte der Stiftswohnungen an der Frahmstraße. Die Birke verkörpert das Zentrum der Heinrich Schmilinsky Stiftung, die Buche markiert das Zentrum der Erna Baur-Stiftung. Beide Orte sind miteinander durch eine übergeordnete Wegeführung verbunden.

Die vier nord-süd-orientierte Gebäude fassen und begleiten das grüne Band, welches das Quartier durchfließt. Eine Verdichtung im Zentrum definiert torartig den Übergang zwischen den beiden Teilquartieren, wobei die Erna Baur Stiftung die beiden nördlichen und die Schmilinsky Stiftung die beiden südlichen Gebäude belegt. Die Gebäude erscheinen im Straßenraum nur als kurze, dreigeschossige Baukörper und fügen sich so nahtlos in die Maßstäblichkeit der Umgebung. Staffelgeschosse werden deutlich vom Straßenraum zurückgezogen.

Mit dem Bebauungskonzept kann ein Maximum des wertvollen Baumbestandes erhalten und eine hohe Freiflächenqualität erreicht werden.

Die Fassade aus hellen Ziegeln mit horizontaler Gliederung fügen sich optisch in die Umgebung ein, die durch einen heterogenen Wechsel von Putz- und Backstein gekennzeichnet ist. Messingfarbenen HPL-Platten unterbrechen die Ziegelfassade und kennzeichnen auch im Sinne der Barrierefreiheit deutlich die Eingänge und den Gemeinschaftsraum. Die einheitlich helle und freundliche Materialität betont den Zusammenhang des Ensembles.

Für eine kosteneffiziente Umsetzung wurden modulare, barrierefreie, sehr effiziente Grundrisstypen entwickelt. Je Stiftung wurden zwei Wohnungsmodule geplant. Allen Modulen gemein sind der verbindende, lichtdurchflutete Wohn-Essbereich und eine separate Küche. Die kleineren Wohnungen verfügen über einen kombinierten Wohn- und Schlafraum, bei den größeren Wohnungen ist der Schlafraum abgetrennt.

Die Grundrisse mit ihren funktionalen Verkehrsflächen sind hocheffizient und bieten auch im Hinblick auf barrierefreie Bewegungsflächen wenige Hindernisse.

Das Erdgeschoss der Schmilinsky Stiftung nimmt, mit direktem Zugang von der Mörikestraße, auch das Verwaltungsbüro auf. Im Erdgeschoß, am Birkenplatz der HSS, liegt der teilbare Gemeinschaftsraum mit einer großzügigen Außenterrasse.

Die Anzahl der oberirdischen Stellplätze wurden dem städtebaulichen Konzept untergeordnet und entsprechend klein gehalten. Beide Stiftungen haben Zugang zu weiteren Stellplätzen in der Tiefgarage.